Maße alter Ziegelsteine

Abmessungen von Backsteinen: Formate, Fugen und Steine pro m²

Welche Abmessungen haben Backsteine? Sehen Sie gängige Formate, den Einfluss der Fugen und die Berechnung der benötigten Steine pro m².

Welche Abmessungen haben Backsteine?

Backsteine gibt es in vielen Abmessungen. In den Niederlanden ist das Waalformat mit einem groben Richtmaß von etwa 210 x 100 x 50 mm bekannt. Ein einziges Standardmaß für alle Backsteine gibt es jedoch nicht.

Besonders bei alten Mauerziegeln kommen zahlreiche historische Formate vor. Selbst innerhalb einer Partie können die Maße leicht variieren. Bei Restaurierung, Erweiterung oder Wiederverwendung sollten deshalb die tatsächlichen Steine gemessen werden und nicht nur die Formatbezeichnung.

Große Partien alter, von Mörtelresten gereinigter Mauerziegel

Länge, Breite und Höhe eines Backsteins

Ein Steinmaß wird üblicherweise als Länge × Breite × Höhe angegeben. Die Länge bestimmt zusammen mit der Fuge den horizontalen Fassadenrhythmus; Höhe und Lagerfuge bestimmen die Zahl der Schichten.

Die Breite ist unter anderem für den Wandaufbau und für Steine relevant, deren Kopfseite sichtbar vermauert wird.

Gängige Backsteinformate

Neben dem Waalformat gibt es weitere Formate und historische Maße. Bezeichnungen können sich zudem nach Region und Epoche unterscheiden.

Waalformat

Das Waalformat wird häufig mit etwa 210 x 100 x 50 mm angegeben. Anwendung und ungefähren Bedarf pro Quadratmeter erläutert Was ist das Waalformat?.

Dickformat

Das Dickformat ist üblicherweise höher als das Waalformat. Dadurch verändert sich die Anzahl der Schichten pro Meter Fassadenhöhe und das Mauerwerk erhält einen anderen horizontalen Rhythmus.

Historische Formate

Alte Backsteine können deutlich von modernen Standardformaten abweichen. Regionale Herstellungsweisen, örtlicher Ton, Formen und Herstellungszeit spielen dabei eine Rolle. Alte Partien sind deshalb besonders interessant, wenn neues Mauerwerk an eine historische Fassade anschließen soll.

Bekannte alte Backsteinformate

Für alte Backsteine gibt es verschiedene historische Formatnamen. Die folgenden Werte sind Richtmaße: Herkunft, Zeit, Herstellung und Brennschwund können zu Abweichungen führen. Messen Sie bei Restaurierungen daher sowohl die bestehende Fassade als auch die angebotene Partie.

IJsselformat

Etwa 160 x 78 x 41 mm. Ein kleines historisches Format, das bei alten IJsselsteinen häufig vorkommt.

Drielingformat

Etwa 180 x 90 x 45 mm als allgemeines historisches Richtmaß. Es gibt regionale Varianten, darunter friesische und rheinische Drielinge, weshalb die tatsächlichen Maße abweichen können.

Vechtformat

Etwa 210 x 100 x 40 mm. Länge und Breite ähneln dem Waalformat, der Stein ist aber deutlich niedriger.

Rijnformat

Etwa 180 x 87 x 41 mm als häufig verwendete Größenbezeichnung. Bei historischen Steinen im Rijnformat und bei Drielingformaten kommen Abweichungen vor.

Hilversumformat

Etwa 225 x 105 x 42 mm als bekanntes Richtmaß. Quellen und Partien führen unter dieser Bezeichnung auch andere Maße.

Klosterziegel

Große historische Backsteine. Häufig genannte Richtmaße sind etwa 280 x 105 x 80 mm und 320 x 130 x 80 mm. Bei älteren Klosterziegeln können die Maße stark variieren.

Diese Bezeichnungen zeigen, weshalb eine einzige Tabelle mit „dem Standardmaß“ bei historischem Material zu einfach wäre. Der Formatname ist ein wichtiger Ausgangspunkt, doch bei alten Steinen ist das tatsächliche Maß der Partie entscheidend.

Warum unterscheiden sich alte Backsteine in ihren Abmessungen?

Historische Backsteine wurden nicht immer so maßhaltig wie moderne Industrieprodukte hergestellt. Besonders ältere Verfahren können kleine Unterschiede bei Länge, Breite und Höhe ergeben.

Auch Nutzung, Mörtelreste, Abnutzung und Sortierung beeinflussen das gemessene Maß. Diese Variation ist bei vielen alten Partien normal und trägt zum lebhaften Charakter historischen Mauerwerks bei.

Wie hoch ist ein Backstein einschließlich Fuge?

Die Schichthöhe besteht aus Steinhöhe und Lagerfuge. Ein etwa 50 mm hoher Stein mit ungefähr 10 mm Fuge ergibt beispielsweise rund 60 mm Schichthöhe.

Das ist nur ein Rechenbeispiel. Alte Steine und traditionelle Fassaden können andere Höhen und Fugenbreiten aufweisen. Messen Sie beim Anschluss an den Bestand mehrere Schichten gemeinsam, um eine verlässliche durchschnittliche Schichthöhe zu erhalten.

Wie viele Backsteine werden pro m² benötigt?

Der Bedarf wird von sichtbarem Steinmaß und Fuge bestimmt. Je kleiner der Stein, desto mehr Exemplare werden benötigt; eine breitere Fuge senkt die Zahl pro Quadratmeter.

Für eine grobe Berechnung bei einer Fassade im Läuferverband verwenden Sie Länge plus Stoßfuge und Höhe plus Lagerfuge. Teilen Sie 1 m² durch die Fläche dieses Modulmaßes. Bei alten Steinen bleibt eine Probeberechnung mit der tatsächlichen Partie am verlässlichsten.

Alte Baumaterialien

Rechenbeispiel mit dem Waalformat

Nehmen wir einen sichtbar 210 x 50 mm großen Stein und Fugen von 10 mm. Das Modulmaß beträgt dann etwa 220 x 60 mm. Theoretisch ergeben sich rund 76 Steine pro m².

In der Praxis kann die Zahl durch tatsächliches Steinmaß, Fugenbreite, Verband, Zuschnitt und Details abweichen. Verwenden Sie die Berechnung als Ausgangspunkt, nicht als exakte Bestellgarantie.

Wie messen Sie alte Backsteine richtig?

Messen Sie nie nur einen Stein. Nehmen Sie mehrere Exemplare aus verschiedenen Bereichen der Partie und notieren Sie Länge, Breite und Höhe. Bei deutlichen Abweichungen können Sie mit Durchschnitt und Bandbreite arbeiten.

Sollen alte Steine an vorhandenes Mauerwerk anschließen, messen Sie auch mehrere Steine und Schichten der bestehenden Fassade. So berücksichtigen Sie Steinmaß und Fugen.

Abmessungen und Mauerwerksverband

Das Steinmaß beeinflusst, wie ein Mauerwerksverband aufgeht. Besonders bei Verbänden mit sichtbaren Köpfen und Läufern sind Länge, Breite und ihr Verhältnis wichtig.

Bei wiederverwendeten Steinen können gute Sichtseiten ebenfalls eine Rolle spielen. In bestimmten Anwendungen helfen brauchbare Köpfe alter Mauerziegel, das Material effizient einzusetzen.

Welches Backsteinmaß passt zu Ihrem Projekt?

Bei Restaurierungen ist der Anschluss an den Bestand meist maßgebend. Berücksichtigen Sie neben den Abmessungen auch Farbe, Struktur, Alter und Herstellungsart.

Beim Neubau haben Sie mehr Freiheit. Ein niedrigeres, längeres oder höheres Format kann das Fassadenbild stark verändern. Lesen Sie dazu auch unsere Erklärung verschiedener Backsteinarten.

Alte Backsteine nach Maß auswählen

Suchen Sie ein bestimmtes Format für Restaurierung, Erweiterung oder Neubau? Vergleichen Sie die angegebenen Partienmaße im aktuellen Angebot alter Mauerziegel mit Ihrer Fassade oder Ihrem Entwurf.

Unsere Projekte zeigen, wie unterschiedliche Formate das fertige Fassadenbild bestimmen. Zur Verarbeitung lesen Sie auch Mauern mit alten Steinen.

Abmessung alter Ziegelsteine

Dicke alter Backsteine

Häufig gestellte Fragen zu Backsteinabmessungen

Was ist das Standardmaß eines Backsteins?

Ein einziges Maß für alle Backsteine gibt es nicht. Das Waalformat ist in den Niederlanden sehr bekannt und wird häufig mit etwa 210 x 100 x 50 mm angegeben, daneben bestehen viele moderne und historische Formate.

Wie viele Steine werden für 1 m² benötigt?

Das hängt von Länge und Höhe des Steins sowie der Fugenbreite ab. Beim Waalformat mit etwa 10 mm Fugen ergibt eine theoretische Berechnung rund 75 bis 76 Steine pro m². Tatsächliche Partie und Verarbeitung bleiben entscheidend.

Sind alte Backsteine alle gleich groß?

Nein. Die Maße können sowohl zwischen Partien als auch innerhalb einer Partie variieren. Messen Sie mehrere Exemplare, wenn ein genauer Anschluss wichtig ist.

Wie viel Fuge muss ich zum Steinmaß addieren?

Das hängt vom gewünschten Mauerwerk ab. Etwa 10 mm ist ein häufig verwendeter Rechenwert, historische Fassaden und konkrete Entwürfe können jedoch andere Fugenbreiten haben.

 

 

 

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